“Die Zukunft der nachhaltigen Immobilie“ – Bernhard Setzwein im crenet-Expertentalk

Wenzel

“Die Zukunft der nachhaltigen Immobilie“ – Bernhard Setzwein im crenet-Expertentalk

 

Bernhard Setzwein diskutierte gemeinsam mit Mira Skalski von Arcadis und Dr. Chris Richter von Animus über Aspekte rund um die Zukunft der nachhaltigen Immobilie. Andreas Schulten von bulwien gesa führte durch den Expertentalk, der am 18. November 2020 online stattfand.

Auf den ersten Blick scheinen Logistikimmobilien nicht gerade der Inbegriff von Nachhaltigkeit zu sein. Laut Herrn Schulten mache sich teils die Behauptung breit, dass die Branche zumindest bis jetzt nicht sehr auf den „planet“, sondern mehr auf „profit“ achte.

„Wir erhalten sowohl von den Anlegern also auch von unseren Mietern, darunter große internationale Corporates, viele Fragen zu den Themen ESG und Nachhaltigkeit“, entgegnete Bernhard Setzwein. „Egal ob im Bestand oder beim Neubau, es gibt bei Logistikimmobilien ein großes Spektrum, um Nachhaltigkeit umzusetzen. So haben Logistikimmobilien große (Dach) Flächen zur Installation von Photovoltaikanlagen oder von Begrünungen. Des Weiteren können Dächer mit einer reflektierenden Folie ausgestattet werden, damit sie sich nicht so aufheizen. Im Außenbereich gibt es ebenfalls viele Möglichkeiten, um nachhaltige Aspekte umzusetzen, z. B. durch Begrünung der umliegenden Flächen. Auch die Nutzung von alternativen Baumaterialien wie Holzleimbinder und nachhaltigen Fassaden macht die Logistikimmobilie nachhaltig(er).“

Zustimmung erhielt Herr Setzwein von Mira Skalski. Jedes Unternehmen brauche seinen eigenen auf die Bedürfnisse der Stakeholder angepassten Fahrplan in Richtung Nachhaltigkeit. Um diesen Fahrplan effizienter erarbeiten zu können, hat RLI dieses Jahr einen seiner Logistikfonds nach GRESB bewerten lassen. Herr Schulten wollte nun von Herrn Setzwein wissen, wie wir uns intern für das GRESB Rating aufgestellt hätten.

„Wir haben ein Team bestehend aus unserem Asset Management und dem ausgelagerten Property Management zusammengestellt. Zusätzlich wurden wir von einem externen Dienstleister unterstützt und beraten, der Erfahrung mit GRESB Bewertungen und direkten Zugriff auf das Bewertungssystem hat. Letztendlich lag die meiste Arbeit beim Property Manager. Die Schwierigkeit, mit der er konfrontiert war, war die Verbrauchsdaten vom Mieter zu bekommen. Und das nicht, weil er sie nicht herausgeben wollte, sondern weil es letztendlich eine lästige Arbeit für ihn war. Alles in allem lief aber alles sehr gut und unser Dienstleister sowie die Teams intern haben es prima gemacht.“

Am Ende wurde noch das Ergebnis der Umfrage „Was wird mittelfristig dominieren: CO² Neutralität oder Social Impact?“, die parallel stattfand, bekanntgegeben. Von 100 Teilnehmer*innen haben 57 an der Umfrage teilgenommen. 70 %   tippte auf CO² Neutralität. So auch Herr Setzwein: „Im Fokus steht die CO² Reduzierung, um den Planeten für nachfolgende Generationen lebenswert zu halten. Das “S” sollte jedoch besonders in der heutigen Zeit nicht vernachlässigt werden.“

Hier geht es zum Videomitschnitt:

Kategorie: Rückblick und Veranstaltung.

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